Publizistik
Publizistik kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „Veröffentlichung“. Sie bezeichnet im Wesentlichen das Publikationswesen im Bereich der Massenkommunikation sowie der dazugehörenden Medien wie Presse, Buch, Hörfunk, Fernsehen, Film, etc.
Die Publizistik kann nicht klar von der Kommunikationswissenschaft abgegrenzt werden. Es gibt keine elementaren Unterschiede zwischen der Kommunikationswissenschaft und der Publizistikwissenschaft,; beide Wissenschaften beinhalten dieselben Forschungsfelder, wobei die Kommunikationswissenschaft weiter greift als die Publizistik, welche sich auf die Öffentliche Kommunikation beschränkt. Betrachtet man jedoch die zwei Wissenschaften auf der Ebene der Ansätze und Methoden, dann werden nennenswerte Unterschiede deutlich: Die Publizistik ist eine historisch-hermeneutische Geisteswissenschaft. Sie begann im Jahre 1926, als Karl Jaeger die Studie „Von der Zeitungskunde zur publizistiischen Wissenschaft“ veröffentlichte. Die Kommunikationswissenschaft war dagegen von Beginn an eine empirische Sozialwissenschaft, deren Start man in Deutschland auf das Jahr 1964 datieren kann. Gewisse Wissenschaftler gehen jedoch von einer Identität aus und sprechen von einer bloßen „Namensänderung“ wobei die Sache unverändert bleibt. F. Ronneberger behauptet so: „Es bildete sich nach dem Zweiten Weltkrieg in den 50er und 60er Jahren die ältere Publizistik- und Zeitungswissenschaft nun eindeutig als eine empirische Sozialwissenschaft aus. Allgemein war damit auch die Umbenennung in Kommmunikationswissenschaft verbunden.“ [f.Ronneberger; Zur Lage der Publizistikwissenschaft, S. 95]. So gibt also Vertreter, die keine Unterschiede zwischen diesen beiden Disziplinen sehen.
Literatur
Maletzke, Gerhard: Kommunikationswissenschaft im Überblick. Grundlagen, Probleme, Perspektiven. Düsseldorf 1998