Enzyklopädie
Wortursprung
Der Begriff Enzyklopädie lässt sich auf das griechische enkyklios paideia zurückführen, was übersetzt in etwa "Kreis des Wissens" bedeutet und mit unserem Begriff der Allgemeinbildung korrespondiert.
Definition
Die Enzyklopädie im heutigen Sinn geht auf die Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers zurück. Sie ist eine französischsprachige Enzyklopädie von Denis Diderot und Jean Baptiste le Rond d'Alembert; sie ist die wohl berühmteste frühe Enzyklopädie im heutigen Verständnis. Sie war als Sammlung des gesamten Wissens der Zeit konzipiert. Als Enzyklopädie bezeichnet man dementsprechend den Versuch der vollständigen Darstellung des Wissens zu einem konkreten Thema oder des gesamten Wissens der Welt. In ihr wird der gesamte Wissensstoff aller Disziplinen oder eines Faches dargestellt. Ihr kennzeichnendes Merkmal gegenüber anderen Literaturgattungen ist der Universalitätsanspruch.
Arten von Enzyklopädien
Universalenzyklopädien haben den Anspruch, allgemein das Wissen der Menschheit darzustellen. Fach- oder Spezialenzyklopädien (auch Realenzyklopädien) behandeln das Wissen eines eingeschränkten Themenbereichs.
Eine Sonderform der Enzyklopädie sind alphabetisch gegliederte Nachschlagewerke, wie das Lexikon und das Wörterbuch, die nicht den Anspruch erheben, das "gesamte Wissen der Welt" oder einer Fachdisziplin erschöpfend darzustellen.
Vor allem enzyklopädische Nachschlagewerke mit einem begrenzten Fachumfang werden eher Fachlexika oder Sachwörterbuch genannt (z.B. Computerlexikon, Sprachlexikon oder Tierlexikon).
Gelegentlich werden auch Wörterbücher als Lexikon bezeichnet. Wörterbücher verzeichnen und erklären einzelne lexikalische Einheiten (z.B. die einzelnen Wörter des gesamten Wortschatzes einer Sprache).